top of page

Übergewicht beim Hund – eine unterschätzte Gefahr für die Gesundheit

  • Autorenbild: DeinFutterkompass
    DeinFutterkompass
  • 21. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Immer mehr Hunde leiden unter denselben Zivilisationskrankheiten wie wir Menschen. Eine der häufigsten davon: Übergewicht. Was viele Halter unterschätzen – die zusätzlichen Kilos sind nicht einfach nur „ein bisschen niedlich“, sondern können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Warum Übergewicht so gefährlich ist

Übergewicht belastet den gesamten Körper deines Hundes. Das zusätzliche Gewicht führt zu:

  • Herz-Kreislauf-Problemen – das Risiko für Bluthochdruck steigt deutlich.

  • Belastung von Knochen und Gelenken – jedes Kilo mehr bedeutet zusätzlichen Druck auf das Skelett.

  • Arthrose und Bandscheibenprobleme – durch den erhöhten Verschleiß von Gelenken und Wirbelsäule.

Gerade bei älteren Hunden ist jedes zusätzliche Gramm zu viel. Wenn dein Hund bereits unter Arthrose leidet oder altersbedingt weniger mobil ist, kann Übergewicht die Situation massiv verschlimmern. Auch wenn es gut gemeint ist – mit Leckerchen „Liebe zu zeigen“ tut deinem Hundesenior leider keinen Gefallen.

Studien zeigen: Übergewichtige Hunde leben im Schnitt bis zu zwei Jahre kürzer als normalgewichtige Tiere.

Weitere Risiken durch Übergewicht

Die Liste der Folgeerkrankungen ist lang. Übergewicht beim Hund erhöht unter anderem das Risiko für:

  • bestimmte Krebsarten

  • Diabetes mellitus

  • ein geschwächtes Immunsystem

  • eine deutlich geringere Hitzetoleranz

Die Folge: Dein Hund bewegt sich weniger, wird träger – und nimmt dadurch noch weiter zu. Ein echter Teufelskreis, den man frühzeitig durchbrechen sollte.

Ab wann gilt ein Hund als übergewichtig?

Gerade beim eigenen Hund fällt es schwer, das Gewicht realistisch einzuschätzen. Viele Halter empfinden leicht übergewichtige Hunde als „normal“, während normalgewichtige Tiere schon „zu dünn“ wirken. Besonders bei kleinen Hunden, älteren Tieren oder beliebten Rassen wie Retrievern ist das ein weit verbreitetes Problem.

Denk einmal darüber nach: Wann hast du deinen Hund das letzte Mal gewogen?Die Waage ist ehrlich – unsere Augen oft nicht.

So kannst du das Gewicht deines Hundes richtig einschätzen

Wenn du einen Rassehund hast, können Gewichtstabellen einen ersten Anhaltspunkt geben. Doch jedes Tier ist individuell – Größe, Knochenbau und Muskulatur spielen eine große Rolle.

Eine gute Orientierung bietet der sogenannte BCS (Body Condition Score). Dieses System stuft den Hund anhand äußerer Merkmale wie Rippen, Taille und Bauchlinie in eine Skala von 1 bis 9 ein. Zahlreiche Futtermittelhersteller und Tierärzte bieten anschauliche Grafiken dazu an.

Im Allgemeinen gilt:

  • Rippen sollten gut fühlbar, aber nicht sichtbar sein.

  • Von oben sollte eine Taille erkennbar sein.

  • Die Bauchlinie sollte leicht bis deutlich aufgezogen wirken.

Beachte aber immer rassespezifische Unterschiede und individuelle Besonderheiten – der BCS ist ein hilfreiches Werkzeug, ersetzt aber nicht das geschulte Auge eines Tierarztes.

Fazit: Weniger ist oft mehr – auch beim Hund

Ein gesundes Gewicht bedeutet mehr Lebensqualität und Lebenszeit für deinen Vierbeiner. Bewegung, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Gewichtskontrollen sind der Schlüssel dazu.

Denn: Ein Hund, der fit und agil durchs Leben geht, ist glücklicher – und das sollte immer das Ziel jedes Hundehalters sein. ❤️🐾

 

 
 
 

Kommentare


bottom of page